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Berlin konnte sich mit seinem vielfältigen Kulturangebot innerhalb der letzten Jahrzehnte in die absoluten
Top-Metropolen der Kunstszene, wie beispielsweise New York und Paris, einreihen.
Doch wie geht man mit dem Überangebot, das unsere bunte Hauptstadt bereit hält, um? Wer die Wahl hat, hat die Qual. Deshalb lohnt es sich, sich bereits vor einem Trip nach Berlin einen Überblick über die zahlreichen, sehenswerten Exponate zu verschaffen. Eine kleine Zusammenfassung der beliebtesten und sehenswertesten Kunstwerke, finden Sie hier.
Die Büste der Nofretete
Eine heiß begehrte Touristenattraktion ist die im Neuen Museum ausgestellte Originalbüste der Nofretete.
Das im 14. Jahrhundert v.Chr. angefertigte Meisterwerk aus der ägyptischen Echnaton-Dynastie wurde im Jahre 1912 bei Ausgrabungen der Deutschen Orient Gesellschaft entdeckt. Seit 1920 befindet sie sich als Dauerleihgabe im preußischen Kulturbesitz und zieht seitdem Besucher aus der ganzen Welt an.
Die Tonfigur der Aphrodite
Ein weiteres Highlight unter Berlins aufregendsten Kunstwerken ist die Tonfigur der Aphrodite aus dem 2. Jhd. v. Chr., die vermutlich aus dem für seine Terrakottaprodukte berühmten Myrina stammt.
Seit 1930 befindet die Aphrodite sich in Berlin und kann derzeit im Rahmen der Dauerausstellung des Alten Museums besichtigt werden.
Das Skelett des Brachiosaurus brancai
Eine Besonderheit, die seit 1937 einen regen Besucherstrom in das Berliner Naturkundemuseum zieht, ist das dort ausgestellte Skelett des Brachiosaurus brancai. Es ist das weltweit größte aufgestellte Dinosaurierskelett und wurde erst kürzlich von der paläontologischen Gesellschaft zum Fossil des Jahres 2012 gewählt.
Ursprünglich wurde es aus mehreren Teilskeletten zusammen gesetzt und im Jahre 2007 noch einmal nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen umkonstruiert. Der Brachiosaurus ist eine spannende Entdeckung für die ganze Familie und erfreut sich besonders bei den kleinen Besuchern großer Beliebtheit.
Der Pergamonaltar
Äußerst imposant ist auch die Rekonstruktion des Pergamonaltars im Berliner Pergamonmuseum. Das Monument wurde im 2. Jhd. v. Chr. auf dem Burgberg der Stadt Pergamon errichtet. In den Jahren 1878-1886 fanden auf dem Burgberg die ersten Ausgrabungen zur Freilegung des Altars unter der Leitung von Carl Humann statt.
Um 1900 wurden tausende von Einzelteilen in Berlin von italienischen Restauratoren zusammen gesetzt und anschließend im eigens dafür erbauten Pergamonmuseum ausgestellt.
Heute ist der Pergamonaltar das bekannteste Ausstellungsstück in der Antikensammlung der Berliner Museumsinsel.
Der heilige Sebastian
Freunde der Barockmalerei kommen bei einem Besuch in der Gemäldegalerie des Kulturforums voll auf ihre Kosten. Dort sind unter anderem 18 Meisterwerke des Malers Peter Paul Rubens aus dem 16. und 17. Jahrhundert zu bewundern. Eines von ihnen ist das berühmte Bildnis des heiligen Sebastian, das diesen auf beeindruckende Weise, von Pfeilen getroffen, im Zustand äußersten körperlichen Leidens zeigt.
Die Prinzessinnengruppe
In der Alten Nationalgalerie kann man derzeit die Marmorskulptur “Prinzessinnengruppe” des Bildhauers Johann Gottfried Schadow, der auch die Quadriga auf dem Brandenburger Tor kreierte, besichtigen. Sie stammt aus dem späten 18. Jahrhundert und stellt die preußische Kronprinzessin Luise, Arm in Arm mit ihrer jüngeren Schwester Friederike, dar. Schadow stellte zunächst eine Gipsfassung der Skulptur her, bevor diese aus Marmor gefertigt wurde. Die Prinzessinnengruppe gilt als Hauptwerk des Berliner Frühklassizismus und wird heutzutage gern in Nachbildungen als Berlin-Souvenir vertrieben.
East Side Gallery
Kunst muss nicht immer klassisch sein oder im Museum stehen. Unser Kunstverständnis ist einem stetigen Wandel unterworfen und im 20. Jahrhundert hat sich vermehrt die Erschaffung von “Street Art” etabliert.
In einer ganz besonderen, politisierten Form, kann man solche in der sogenannten “East Side Gallery” in Berlin-Friedrichshain betrachten. Sie besteht aus einem 1316 Meter langen Stück der ehemaligen Berliner Mauer, welches von Künstlern aus 21 Ländern bemalt wurde und zwischen dem Ostbahnhof und der Oberbaumbrücke entlang der Spree verläuft. Gut 100 verschiedene Kunstwerke, die die politischen Veränderungen des Jahres 1989/90 kommentieren, zieren diese weltweit größte, dauerhafte Open-Air Galerie.